Naturwolle – ein Teilstück menschlicher Kultur
31 05 2010Als Natur- oder Biowolle bezeichnet man unter anderem Wolle, die ausschließlich von Tieren oder Pflanzen kommt und der keine synthetischen Zusätze beigemischt wurden. Die Schafswolle, beispielsweise die von den Merino- oder Schwarzkopfschafen, eignet sich ideal zum Filzen. Aber auch Kleidungsstücke wie Jacken und Pullover werden gerne nach alter Tradition aus tierischer Naturwolle hergestellt. Dafür ist allerdings eine aufwendige Prozedur notwendig.
Herstellung von Schurwolle
Die Wollproduktion beginnt im Grunde mit der Aufzucht und der Haltung der Schafe, die dann zur entsprechenden Zeit geschoren werden müssen. Dann muss die Wolle sortiert und grob gereinigt werden. Danach wird die Wolle von Hand viele Stunden lang gekämmt, bis die letzten Fitzen entfernt sind. Erst zu diesem Zeitpunkt kommt das gute alte Spinnrad ins Spiel, mit dessen Hilfe Wollfäden in mühevoller Arbeit entstehen. Danach werden die Wollstränge vorsichtig mit der Hand gewaschen. Nach einigen Tagen erst, wenn die Wolle komplett getrocknet ist, kann gestrickt werden.
Wo es Naturwolle zu kaufen gibt
Wer gerne strickt, nutzt vielleicht während eines Urlaubsaufenthalts in Norddeutschland, wo es die legendären Deichschafe gibt, die Gelegenheit frisch hergestellte Wolle zu kaufen. Mittlerweile gibt es in fast jeder Kleinstadt jedoch auch mindestens einen Naturladen, in dem das ein oder andere Gramm zu erstehen ist.
Per Internet ist der Kauf von Naturwolle ein Kinderspiel. Nach der Eingabe gezielter Stichworte werden blitzschnell entsprechende Seiten von Herstellern oder Onlineshops angezeigt und man gelangt per Mausklick auf das gewünschte Produkt.
Arten von Naturwolle
Des Weiteren gehört zur Naturwolle die Baumwolle, die Mohairwolle und die Kamelhaarwolle und ebenso die Wolle der Alpaka, der südamerikanischen Kleinkamele. Diese hält im Übrigen wärmer als jede andere tierische Faser und ist hervorragend geeignet für Wollallergiker.