Tägliches Sportprogramm: Alltag

Auf das tägliche Sportprogramm angesprochen antworten viele ausweichend oder kommen mit den immer gleichen Ausreden: Keine Zeit, zu viel zu tun, Beruf und Hausarbeit fressen Freizeit und Energie oder die Kinder beanspruchen einen zu sehr um noch Zeit für Sport zu haben. Doch genau bei diesen vermeintlichen Hindernissen kann man ansetzen und aus dem Alltag sein persönliches Hindernisrennen und Fitnessprogramm machen.

Alles mit Schwung

Wenn man genauer darüber nachdenkt, hält ein Alltag, wie oben beschrieben so einiges an körperlichen und sportlichen Herausforderungen bereit. Beim Job läuft man täglich Gänge auf und ab und muss Stockwerke überwinden und schon der Weg zur und von der Arbeit erfordert einiges an Mobilität. Im Alltag räumt man viel, putzt und scheuert, räumt Waschmaschinen ein und aus oder hängt Wäsche auf und ist ständig in Bewegung wenn man mit Besen oder Staubsauger durch die Wohnung fegt. Auch kleine und größere Kinder kosten nicht nur Zeit, sondern auch viel Kraft. Viele Wege im Haus, treppauf treppab, die man extra laufen muss oder gar das Herumtragen auf dem Arm, egal ob vier oder zwölf Kilo, so lange würde man die Hanteln im Fitnessstudio wohl nicht hoch halten wollen. Sportphysiologen und Ergotherapeuten werden jetzt wahrscheinlich protestieren und vehement davon abraten, den Alltag als Sport zu betrachten, denn viele dieser Bewegung werden eher zweckgerichtet und wenig mit Rücksicht auf die Schonung von Knochengerüst und Gelenken ausgeführt. Doch das kann man ja ändern und so die tausend kleinen alltäglichen Bewegungen gesundheitlich optimieren.

Die richtige Vorgehensweise

Damit man sich nicht Knochen und Gelenke kaputt macht, sich Bänder und Muskeln zerrt oder sonstige Verletzungen zuzieht, nur weil man mit zu viel Schwung die Hausarbeit erledigt hat, die drei Stockwerke zum Büro hochgejoggt oder das Kinder-stemmen zu intensiv betrieben hat, sollt man ein paar grundlegende Bewegungsregeln beachten. So sollte man sich niemals ruckartig oder zu schnell und plötzlich bewegen, da geht leicht etwas schief. Vor jedem Sport wird sich aufgewärmt, also mit leichten und schonenden Bewegungen anfangen und die schwereren Sachen erst angehen, wenn man schon warm ist. Das liegt allerdings meist schon in der Natur des Tagesablaufs, so dass diese Regel schon ganz von selbst befolgt wird. Beim Bücken sollte man nie den Rücken beugen, sondern immer in die Hocke gehen und genauso wieder hochkommen. Beim Putzen darf man die Hand, die den Scheuerlappen hält, nicht zu sehr anspannen, das könnte zu Muskelkrämpfen führen. Es gilt: Mit ausladenden Bewegungen kräftig scheuern, aber den Schwamm dabei locker in der Hand halten. Die Wirkung für die gescheuerte Badewanne bleibt gleich und die Muskeln können sich so entspannter kräftigen. Gleiches gilt für Geräte wie Besen oder Staubsauger, auch hier sollte der Griff locker gehalten werden und nicht zu fest umklammert werden. In der Disziplin Gewichtheben muss auf den Rücken geachtet werden, ansonsten gilt die Regel wie im Fitnessstudio auch: Keine Dauerbelastung, immer wieder zwischendurch absetzen.

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